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Vereinschronik
![]() Elferrat
Der KV FACEDU, ob ohne oder mit e.V., stand von Anfang an und steht auch heute noch als Sinnbild für einen echten, auf einem hohen Niveau stehenden Volkskarneval. Im FACEDU kann jeder mitmachen, seine Fähigkeiten vor einem immer kritischer werdenden Publikum zeigen, den Spaß am Karneval ausleben oder auch die Vorzüge einer engen Gemeinschaft erleben. Der
Grundstein für die nunmehr 38-jährige Geschichte unseres Vereins wurde bereits
Ende der 1950er Jahre in den katholischen Kirchengemeinden Sankt Josef, Sankt
Severin und Schotten gelegt. Heute ist kaum noch nachzukommen, wem die damalige
Pfarrjugend mit ihrem Elferrat nicht so recht ins Konzept, in das damalige
gesellschaftliche Gefüge, passte. Sowohl die damaligen treuen Staatsdiener, wie
auch Kirchenobere, waren sich in der Bewertung dessen, was sich da wohl
entwickelt, nicht einig. Und so konnte ein nicht enden wollender Spagat
zwischen Wollen und Wirklichkeit begonnen werden. Aus den Erzählungen unseres
Ehrenpräsidenten, den man getrost zu den Urgesteinen des FACEDU zählen darf,
wissen wir, dass Betriebe mit ihren Belegschaften und mit Betriebsfahrzeugen am
Rosenmontagsumzug durch die Altstadt Erfurts teilnahmen. Im Jahre 1963 war dann
aber Schluss mit lustig, per staatlicher Anordnung wurde diese Tradition
beendet.
Die Geschichte des Erfurter Karnevals ist allerdings nicht die Geschichte der letzten 60 Jahre. Interessierten Lesern seien hier die Ausführungen auf den Seiten der Gemeinschaft Erfurter Carneval empfohlen, die über http://www.erfordia-helau.de/chronik/vor_1945.php aufgerufen werden können. ![]() Männerballett
Nun aber zurück zu unserem Verein. Ja, es war wohl eine List, mit der die
Akteure am 01. Februar 1973 ihre Kulturgruppe der CDU Erfurt gründeten, um
sozusagen mit Hohn und gegen Honecker, den Staatsdachdecker, 1973 den ersten
neuen Versuch starteten. Auf den Eintrittskarten stand ein Preis von 2,99 Mark,
ohne das große „D“.
![]() Rowald Staufenbiel Unser Weg führte uns in den Jahren vor der Wiedervereinigung durch viele Vereinshäuser der Stadt. Mal hieß das ganze „Haus des Handwerkers Nord“, mal ausgesprochen närrisch „Vilnius“, mal „Flora“ oder „Stadt Berlin“ und 1986 bis 1990 „Zentralgaststätte oder Glashalle“ auf der damaligen IGA, deren Gelände heute unter dem Namen EGA bekannt ist. Karten für diese Veranstaltung waren so rar wie Südfrüchte in der damaligen Zeit. ![]() IGA Glashalle
Die Qualität der Darbietungen hatte sich im Laufe der Jahre herumgesprochen und so konnten wir auf einen immer größer werdenden Kreis von begeisterten Zuschauern zählen. ![]() Viele später über die Grenzen unserer Stadt bekannt gewordenen Persönlichkeiten begleiteten dabei unseren Weg
und sind bis heute ein fester Bestandteil der Gemeinschaft überzeugter Karnevalisten in unserem Verein.
Wer hätte schon zum damaligen Zeitpunkt geahnt, dass aus unserem Techniker an der Musik mal der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt im Freistaat Thüringen in einem wiedervereinigten und freien Deutschland werden sollte.
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Mit der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes änderten sich natürlich auch für unseren Verein die Rahmenbedingungen grundlegend. Zunächst stand die Entscheidung an uns aus dem CDU Kreisverbandes zu lösen und einen eingetragenen Verein zu gründen und damit auf eigenen juristischen und wirtschaftlichen Füßen zu stehen. Dieser Prozess war im Jahre 1991 abgeschlossen und seither sind wir ein unabhängiger eingetragener Verein, der aber selbstverständlich seine Wurzeln nicht vergessen hat und wird. Ausdruck unseres Traditionsbewusstseins ist die Tatsache, dass wir unseren Namen seit der Gründung nicht geändert haben. Bis zum Jahre 2002 waren wir Gast in vielen Veranstaltungsräumen, wie z.B. der Flora, dem Stadt Moskau, dem Kaisersaal, der Thüringenhalle, Hotel Thüringen und der Landesentwicklungsgesellschaft. Seit dem Jahre 2002 haben wir unser festes Veranstaltungshaus in Erfurt gefunden, das DasDie Brettl. Mit dem endgültigen Umzug in das DasDie Brettl wurde die bereits in den 1990er Jahren eingeleitete positive Entwicklung in Bezug auf die Zahl der Mitglieder als auch die Zahl unserer Veranstaltungen und Gäste weiter forciert. Heute (Stand März 2012) gehören rund 300 Vereinsmitglieder zu den mitgliederstärksten Karnevalsvereinen in Erfurt. Auf dieses Ergebnis sind wir berechtigt stolz. Es ist uns jedoch auch gleichzeitig Ansporn uns nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern weiter daran zu arbeiten unserem Publikum unvergessliche Erlebnisse in der Zeit vom 11.11. bis zum Aschermittwoch zu bereiten. Die Geschicke des FACEDU wurden durch die Wirren aller Zeiten durch folgende Präsidenten geleitet, denen wir für immer dankbar sein werden.
Der FACEDU feierte unter folgenden Mottos: 1980 Ölscheich 1981 Rot-Weiss-Erfurt 1982 Indianer 1983 Komm wir malen die Sonne 1984 Olympische Spiele 1985 Hacienda 1986 Eskimo 1987 Paradiesische Zeiten 1988 Andalusische Nacht 1989 Seid bereit zur Sparsamkeit 1990 Die vergoldeten Vierziger 1991 Alles ausgefallen aufgrund des 1. Golfkrieges 1992 Hurra wir leben noch 1993 Wir lassen die Sau raus 1995 Geht’s im Rathaus Rauf und Runter, den FACEDU kriegt ihr nicht unter 1997 Sparen? Mit uns nicht! 1998 25 Jahre FACEDU 1999 Narren wählen immer richtig 2000 Europa muss man närrisch machen 2001 Wir lassen uns nicht zapfen, wir zapfen selbst! 2002 Neues Moos in alten Säcken! 2003 Wir brettern durch! 2004 Große Sprünge mit leerem Beutel! 2005 Spannt die Narren vor den Karren! 2006 Für uns gab’s niemals ein TABU! 33 Jahre FACEDU 2007 Im Rathaus brennt die Luft! 2008 Alles Chefsache 2009 Powern statt Mauern 2010 Wir drehen am Rad! 2011 Wir lassen uns nicht verwalten, wir bleiben die Alten! 2012 Ob, Ob, Entscheiden tut weh!
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